Wo Asbest unter dem Boden steckt
Kurz gesagt: Bis zum Asbestverbot 1993 wurde Asbest in vielen Bodenprodukten verarbeitet. Beim Herausreißen, Schleifen oder Fräsen werden Fasern frei – deshalb darf das nur ein sachkundiger Betrieb machen.
- Floor-Flex-Platten: Vinyl-Asbest-Platten, meist etwa 25 × 25 cm, oft in Fluren, Küchen und Kellern.
- Cushion-Vinyl: Weiche PVC-Bahnen mit einer Trägerschicht aus Asbestpappe auf der Rückseite.
- Kleber: Schwarzer Bitumenkleber kann Asbest enthalten – und zusätzlich PAK. Die Farbe allein sagt nichts aus.
- Spachtel- und Ausgleichsmassen: Ältere Massen unter Fliesen und Belägen können ebenfalls asbesthaltig sein.
- Fliesenkleber: Bei Bädern und Küchen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren möglich.
Ob Asbest drin ist, sieht man dem Material nicht an. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe im Labor.
Warum Sie Asbestkleber nicht selbst entfernen sollten
Solange der Belag liegt und unbeschädigt ist, geht von ihm meist keine Gefahr aus. Gefährlich wird es bei der Bearbeitung: Schleifen, Fräsen, Abstemmen oder Herausbrechen setzen feine Fasern frei, die sich im ganzen Raum verteilen und lange in der Luft bleiben. Haushaltsstaubsauger und einfache Masken halten sie nicht zurück.
Arbeiten an asbesthaltigen Materialien sind in Deutschland nur Betrieben mit Sachkunde nach TRGS 519 erlaubt. Dazu gehören Anmeldung der Arbeiten, Schutzmaßnahmen, zugelassene Verfahren und die Entsorgung mit Nachweis. Wer das selbst macht, gefährdet sich, die Nachbarn und bekommt den Abfall nicht legal los.
Wenn Sie schon angefangen haben: Arbeit stoppen, Raum schließen, Staub nicht aufwirbeln, nicht saugen oder fegen. Dann anrufen – wir besprechen, wie es weitergeht.
So entfernen wir Asbestkleber und Asbestböden
- Probe und Befund: Wir nehmen Proben von Belag, Kleber und Spachtelschicht getrennt und lassen sie im Labor untersuchen – auch auf PAK, wenn der Kleber schwarz ist.
- Planung und Anmeldung: Verfahren, Schutzmaßnahmen und Entsorgungsweg werden festgelegt und die Arbeiten bei der zuständigen Behörde angemeldet.
- Abschottung: Der Arbeitsbereich wird abgeschottet, je nach Verfahren mit Unterdruck und Schleuse. Angrenzende Räume bleiben sauber.
- Entfernen mit emissionsarmen Verfahren: Platten werden möglichst zerstörungsfrei gelöst, Kleber und Spachtel mit Geräten abgetragen, die den Staub direkt absaugen. Kein freies Schleifen, kein Trockenfräsen.
- Verpacken und Entsorgen: Das Material wird luftdicht verpackt, gekennzeichnet und auf einer zugelassenen Deponie entsorgt. Sie bekommen die Entsorgungsnachweise.
- Reinigung und Freigabe: Feinreinigung des Bereichs, danach wird die Raumluft gemessen, bevor der Raum wieder genutzt wird.
Danach: neuer Boden aus einer Hand
Nach der Freigabe bereiten wir den Untergrund vor – Reste entfernen, spachteln, ausgleichen – und verlegen den neuen Belag: Vinyl, Designbelag, Linoleum, Kautschuk oder Teppich, inklusive Sockelleisten. Sie haben einen Ansprechpartner von der Probe bis zum fertigen Boden. Mehr zu unseren Bodenbelagsarbeiten
Was kostet es, Asbestkleber entfernen zu lassen?
Einen Pauschalpreis gibt es nicht – jeder Boden ist anders. Was den Preis bestimmt:
- Fläche und Aufbau: Nur Platten, oder Platten plus Kleber plus Spachtelmasse?
- Zustand: Lässt sich der Belag lösen, oder ist er fest verklebt und muss abgetragen werden?
- Zugänglichkeit: Leere Wohnung, bewohnte Wohnung oder Betrieb, der weiterläuft; Etage und Aufzug.
- Entsorgung: Menge und Abfallart.
- Freimessung und neuer Boden: je nach Wunsch gleich mit.
Unser Weg: Fotos vom Boden (am besten eine Stelle, an der man Belag und Kleber sieht) oder Besichtigung, dann ein schriftliches Angebot mit allen Positionen – kostenlos und unverbindlich.
Einsatzgebiet: Berlin und Umland
Unser Sitz ist in Berlin-Reinickendorf. Wir arbeiten in ganz Berlin – Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf, Friedrichshain-Kreuzberg – und im Berliner Umland, zum Beispiel in Potsdam, Falkensee und Königs Wusterhausen.
Einblick in unsere Arbeit
Eine passende MANOVA-Referenz: Asbestsanierung eines Mehrfamilienhauses in Berlin-Lichtenberg (2024).
Häufige Fragen zu Asbest in Kleber und Bodenbelag
Sind Floor-Flex-Platten immer asbesthaltig?
Nicht immer, aber sehr oft – vor allem bei Platten, die vor 1993 verlegt wurden. Ohne Laboranalyse lässt sich das nicht sicher sagen. Bis zur Klärung die Platten nicht lösen, brechen oder schleifen.
Enthält schwarzer Kleber immer Asbest?
Nein. Schwarzer, teerhaltiger Kleber kann PAK enthalten, Asbest ist unabhängig von der Farbe möglich. Deshalb untersuchen wir Kleber auf beides – eine Probe nur auf Asbest beantwortet die PAK-Frage nicht.
Kann ich einen neuen Boden einfach über den alten legen?
In manchen Fällen kann ein intakter, fest liegender Belag überbaut werden – das muss aber im Einzelfall geprüft werden, und spätestens beim nächsten Umbau ist das Thema wieder da. Wir sagen Ihnen ehrlich, was in Ihrem Fall sinnvoll ist.
Muss ich während der Arbeiten ausziehen?
Der Arbeitsbereich wird abgeschottet, die übrigen Räume bleiben nutzbar. Ob und wie lange Sie die betroffenen Räume nicht betreten können, hängt vom Umfang ab – das stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Was passiert mit dem alten Material?
Es wird luftdicht verpackt, gekennzeichnet und auf einer dafür zugelassenen Deponie entsorgt. Sie bekommen die Entsorgungsnachweise – wichtig für Hausverwaltungen und beim Verkauf.
Warum gibt es keinen Pauschalpreis?
Weil Fläche, Aufbau, Zustand und Entsorgungsmenge bei jedem Boden anders sind. Ein Preis ohne Besichtigung wäre geraten. Deshalb: Fotos oder Besichtigung, dann ein schriftliches Angebot mit allen Positionen – kostenlos.
Arbeiten Sie auch in Brandenburg?
Ja. Unser Kerngebiet ist Berlin und das Berliner Umland, zum Beispiel Potsdam, Falkensee und Königs Wusterhausen.
Fachliche Grundlagen
Zum Nachlesen: Die folgenden offiziellen Informationen erläutern die fachlichen Grundlagen. Welche Untersuchung und Schutzmaßnahmen Ihr Gebäude benötigt, klären wir im konkreten Fall.
- Umweltbundesamt: Asbest und typische Anwendungen
- BAuA: TRGS 519 – Schutzmaßnahmen bei Asbestarbeiten
- Umweltbundesamt: Nachtspeicheröfen und asbesthaltige Abfälle
- Umweltportal NRW: PAK in teerhaltigen Klebern und anderen Bauprodukten
Ihr Ansprechpartner für Asbestfragen ist Marko Antolovic, Geschäftsführer mit Sachkunde nach TRGS 519. Den vorhandenen Sachkundenachweis (PDF) können Sie direkt einsehen.

