Was sind PAK?
Kurz gesagt: PAK sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Einige davon sind krebserzeugend. Hohe Gehalte finden sich vor allem in alten teerhaltigen Klebern – in Berlin meist unter Parkett und anderen Bodenbelägen.
PAK entstehen bei der unvollständigen Verbrennung organischer Stoffe und sind deshalb in Teerprodukten enthalten. Früher wurde teerhaltiger Kleber häufig verwendet, um Parkett und Bodenbeläge zu verkleben. Solange der Kleber unter einem intakten Boden liegt, fällt er nicht auf. Beim Renovieren – wenn das alte Parkett herausgenommen und der Kleber abgeschliffen wird – kann belasteter Staub entstehen.
Schwarzer Kleber: Teer, Bitumen oder Asbest?
Schwarze Farbe allein beweist keine Belastung. Teer und Bitumen sind nicht dasselbe: Teerhaltige Kleber können hohe PAK-Gehalte haben, bitumenhaltige deutlich geringere. Manche alten Kleber enthalten außerdem Asbest. Mit bloßem Auge lässt sich das nicht unterscheiden.
Deshalb nehmen wir eine Materialprobe und lassen sie im akkreditierten Labor gezielt untersuchen. Erst dann ist klar, ob und wie saniert werden muss. Bis dahin gilt: verdächtigen Kleber bitte nicht abschleifen, abfräsen oder mit Lösungsmittel bearbeiten.
So gehen wir bei einer PAK-Sanierung vor
- Besichtigung und Probenahme. Wir nehmen die Probe selbst; das dauert vor Ort ein bis höchstens zwei Stunden.
- Laboranalyse. Das Ergebnis liegt meist nach etwa fünf Werktagen vor. Wir erklären es Ihnen und empfehlen das weitere Vorgehen.
- Sanierungskonzept und Festpreis. Das Prinzip ist wie bei Asbest: Analyse, Schutzmaßnahmen, kontrollierter Ausbau, dokumentierte Entsorgung. Verfahren und Grenzwerte unterscheiden sich aber, deshalb erstellen wir immer ein stoffspezifisches Konzept.
- Schutzmaßnahmen. Der Arbeitsbereich wird abgeschottet, es wird staubarm gearbeitet, belastetes Material wird direkt verpackt.
- Ausbau. Belasteter Kleber und belastete Beläge werden fachgerecht entfernt.
- Entsorgung und Dokumentation. Die Abfälle gehen über zugelassene Entsorgungswege. Sie erhalten Laborbefund und Entsorgungsnachweis für Ihre Unterlagen.
- Neuer Boden. Auf Wunsch verlegen wir den neuen Bodenbelag gleich mit.
PCB und KMF: weitere Gebäudeschadstoffe
Neben PAK und Asbest kommen in älteren Gebäuden weitere Schadstoffe vor. PCB kann in alten Fugenmassen und Anstrichen enthalten sein. KMF sind künstliche Mineralfasern; vor allem alte Mineralwolle muss gesondert beurteilt werden. Ob und wie saniert werden muss, hängt von Material, Zustand, Nutzung und Untersuchungsergebnis ab. Auch hier beginnen wir mit einer Probe und einer klaren Einschätzung.
Wann eine Untersuchung sinnvoll ist
- bevor alter Parkett- oder Bodenbelag entfernt wird,
- vor dem Abschleifen oder Abfräsen von Kleberresten,
- vor Kauf, Umbau oder Rückbau eines älteren Gebäudes,
- wenn bei Arbeiten dunkler Kleber zum Vorschein kommt.
Was kostet eine PAK-Sanierung?
Die Kosten hängen von Fläche, Art des Materials, Belastung, Zugänglichkeit und Entsorgungsmenge ab. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht. Nach Probe und Besichtigung erhalten Sie ein Festpreisangebot inklusive Entsorgung und Nachweisen. Die Erstberatung ist kostenlos.
Häufige Fragen zur PAK-Sanierung
Ist jeder schwarze Kleber gefährlich?
Nein. Schwarze Farbe allein belegt keine Belastung. Teer und Bitumen sind nicht dasselbe, und manche Kleber enthalten Asbest. Klarheit schafft nur eine gezielte Materialanalyse.
Darf ich PAK-Kleber selbst abschleifen?
Bitte nicht. Beim Schleifen entsteht belasteter Staub. Lassen Sie den Kleber vorher untersuchen – wir nehmen die Probe selbst und beraten Sie kostenlos.
Wie lange dauert die Analyse?
Die Probenahme vor Ort dauert ein bis zwei Stunden. Das Laborergebnis liegt meist nach etwa fünf Werktagen vor, je nach Labor.
Verlegen Sie danach auch den neuen Boden?
Ja. Bodenbelagsarbeiten gehören zu unseren Folgeleistungen. Sie haben dann einen Ansprechpartner von der Probe bis zum fertigen Boden.
