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Schadstoffsanierung in Berlin & Brandenburg: Asbest, PAK, PCB, KMF & Schimmel

Alte Kleber, Dämmungen, Fugen oder feuchte Wände: In vielen Berliner Gebäuden stecken Schadstoffe, die bei Umbau und Renovierung nicht einfach herausgerissen werden dürfen. Wir klären mit einer Probe, was wirklich drin ist, sanieren fachgerecht mit Sachkunde nach TRGS 519 und übergeben mit Dokumentation – ein Ansprechpartner von der ersten Frage bis zum fertigen Raum.

Was Schadstoffsanierung bedeutet – und wann sie nötig wird

Kurz gesagt: Schadstoffsanierung heißt, gesundheitsgefährdende Baustoffe sicher zu entfernen, ohne dass Fasern oder Stäube in die Raumluft gelangen – mit abgeschottetem Arbeitsbereich, Schutzausrüstung, kontrollierter Entsorgung und Nachweisen.

Nötig wird sie meistens, wenn umgebaut, saniert oder abgerissen wird: Ein alter Boden soll raus, eine Dämmung wird geöffnet, ein Nachtspeicherofen ersetzt, eine feuchte Wand freigelegt. Solange belastetes Material unberührt bleibt, geht davon oft wenig aus. Sobald es gebrochen, geschliffen oder herausgerissen wird, ändert sich das – und genau dann braucht es einen Fachbetrieb.

Viele unserer Kunden in Berlin melden sich, weil sie beim Renovieren auf einen schwarzen Kleber, alte Platten oder einen muffigen Geruch gestoßen sind. Die gute Nachricht: Fast alles lässt sich sicher sanieren. Der erste Schritt ist immer, zu wissen, womit man es zu tun hat.

Typische Schadstoffe in Berliner Gebäuden

Je nach Baujahr und Nutzung kommen unterschiedliche Stoffe vor. Die häufigsten, mit denen wir arbeiten:

  • Asbest: in Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 möglich – typisch in Klebern und Spachtelmassen unter alten Bodenbelägen, in Floor-Flex-Platten, Fliesenklebern, Fassaden- und Dachplatten sowie in älteren Nachtspeicheröfen.
  • PAK: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, vor allem in teerhaltigen Klebern unter Parkett und Holzpflaster sowie in alten Dach- und Abdichtungsbahnen.
  • PCB: in dauerelastischen Fugenmassen, Anstrichen und Kondensatoren aus den 1950er- bis 1970er-Jahren – häufig in Schulen, Büros und Plattenbauten.
  • KMF (künstliche Mineralfasern): alte Mineralwolle, die vor 1996 eingebaut wurde, gilt ohne Einzelnachweis als krebserzeugend. Betroffen sind Dach-, Decken- und Rohrdämmungen.
  • Holzschutzmittel: behandelte Balken aus den 1950er- bis 1980er-Jahren können PCP oder Lindan enthalten. Ob und wie saniert wird, klären wir nach Probe und Laborbefund.
  • Schimmel: kein Altlast-Stoff, aber ein Schadstoff für die Raumluft. Die Sanierung umfasst Ursache, Entfernung und Nachkontrolle.

Farbe, Alter oder Geruch sind nur Hinweise. Sicherheit gibt allein eine Materialprobe im akkreditierten Labor.

Schadstoffsanierung in Berlin: So gehen wir vor

  1. Anfrage und Erstberatung. Sie schildern uns, was Sie vorhaben oder gefunden haben. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.
  2. Besichtigung und Probenahme. Wir sehen uns das Objekt an und nehmen die Proben selbst – unter Schutzmaßnahmen, in der Regel in ein bis zwei Stunden.
  3. Laborbefund und Einschätzung. Das Ergebnis liegt meist nach etwa fünf Werktagen vor. Sie erhalten es mit unserer Empfehlung: Was muss saniert werden, was kann bleiben?
  4. Festpreisangebot. Nach der Besichtigung bekommen Sie ein Angebot, in dem Entsorgung und Nachweise enthalten sind.
  5. Anzeige und Vorbereitung. Asbestarbeiten werden vor Beginn bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde angezeigt, in Berlin beim LAGetSi. Der Arbeitsbereich wird je nach Material abgeschottet, unter Unterdruck gesetzt und mit Schleuse eingerichtet.
  6. Sanierung. Entfernung des belasteten Materials mit Sachkunde nach TRGS 519, mit Schutzausrüstung, Absaugung und kontrollierter Verpackung.
  7. Freimessung und Dokumentation. Wo es die Maßnahme erfordert, folgt eine Freimessung der Raumluft. Sie erhalten die Dokumentation und den Entsorgungsnachweis.
  8. Wiederaufbau. Auf Wunsch übernehmen wir danach gleich Trockenbau, Boden oder Fliesen.

Entsorgung und Nachweise: Was Sie als Auftraggeber bekommen

Schadstoffhaltige Abfälle dürfen nicht in den Container für Bauschutt. Sie werden getrennt verpackt, gekennzeichnet und über zugelassene Entsorger abgegeben. Sie erhalten von uns die Entsorgungsnachweise und die Dokumentation der Maßnahme – wichtig für Hausverwaltungen, Bauträger und alle, die später nachweisen müssen, dass fachgerecht gearbeitet wurde.

Wer Schadstoffe selbst ausbaut oder von einem Betrieb ohne Sachkunde entfernen lässt, riskiert nicht nur die Gesundheit der Bewohner, sondern auch Ärger mit Behörden und Versicherung. Fragen Sie deshalb immer nach Sachkundenachweis, Anzeige und Entsorgungsweg. Was Sie sonst noch prüfen sollten, steht in unserem Ratgeber zur Wahl eines Fachbetriebs.

Sanierung, Rückbau und Wiederaufbau aus einer Hand

Schadstoffe tauchen selten allein auf. Meist hängt ein größeres Vorhaben daran: eine Entkernung, ein neuer Bodenbelag, ein Bad, ein Dachausbau. Deshalb bieten wir die Schritte danach gleich mit an: Rückbau, Trockenbau, Boden- und Fliesenarbeiten.

Für Sie heißt das: keine Abstimmung zwischen drei Firmen, keine Lücke zwischen Sanierung und Ausbau, ein Ansprechpartner bis zur Übergabe.

Für wen wir arbeiten

Wir sanieren für Hausverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbekunden, öffentliche Auftraggeber und Privatpersonen. Unser Kerngebiet ist Berlin und Brandenburg; unser Firmensitz liegt in Berlin-Reinickendorf. Bei größeren Projekten arbeiten wir auf Anfrage auch darüber hinaus.

Was kostet eine Schadstoffsanierung?

Einen seriösen Pauschalpreis gibt es nicht, weil jede Baustelle anders ist. Die Kosten hängen vor allem ab von:

  • Art und Menge des Schadstoffs
  • Fläche, Lage und Zugänglichkeit
  • nötigem Schutzaufwand (Abschottung, Unterdruck, Schleuse)
  • Entsorgungsmenge und Abfallart
  • ob eine Freimessung erforderlich ist

Nach der Besichtigung erhalten Sie ein Festpreisangebot inklusive Entsorgung und Nachweisen. Die Erstberatung ist kostenlos.

Einblick in unsere Arbeit

Eine passende MANOVA-Referenz: Schadstoffsanierung eines Schulgebäudes in Berlin-Spandau (2023).

Häufige Fragen zur Schadstoffsanierung

Woran erkenne ich, ob in meinem Gebäude Schadstoffe sind?

Mit bloßem Auge nicht sicher. Hinweise sind das Baujahr (vor 1993 für Asbest, vor 1996 für alte Mineralwolle), schwarze oder teerartige Kleber unter Böden, graue Platten, elastische Fugen in älteren Gebäuden oder muffiger Geruch. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe im akkreditierten Labor – die nehmen wir vor Ort für Sie.

Muss ich während der Sanierung ausziehen?

Nicht immer. Der Arbeitsbereich wird abgeschottet, oft lässt sich der Rest der Wohnung weiter nutzen. Ob das im Einzelfall geht, hängt von Material, Umfang und Lage ab. Wir sagen Ihnen das nach der Besichtigung klar und planen die Arbeiten so, dass die Einschränkung möglichst kurz bleibt.

Wie lange dauert eine Schadstoffsanierung?

Das hängt vom Umfang ab. Rechnen Sie mit der Probenahme vor Ort (ein bis zwei Stunden), etwa fünf Werktagen für das Laborergebnis und – bei Asbest – der Anzeige bei der Behörde vor Beginn. Die eigentliche Sanierung dauert je nach Fläche und Material von einem Tag bis zu mehreren Wochen. Einen Zeitplan bekommen Sie mit dem Angebot.

Was ist eine Freimessung?

Eine Messung der Raumluft nach der Sanierung, die belegt, dass der Bereich wieder sicher genutzt werden kann. Ob sie nötig ist, hängt von der Maßnahme ab; bei Asbestsanierungen in abgeschotteten Bereichen ist sie in der Regel vorgeschrieben. Wir organisieren sie bedarfsabhängig und übergeben Ihnen das Protokoll.

Wer entsorgt die schadstoffhaltigen Abfälle?

Wir. Die Abfälle werden getrennt verpackt, gekennzeichnet und über zugelassene Entsorger abgegeben. Sie erhalten die Entsorgungsnachweise – sie gehören zur Dokumentation Ihrer Maßnahme.

Reicht ein Gutachten, oder brauche ich gleich eine Sanierung?

Erst die Probe, dann die Entscheidung. Nicht jeder Fund muss sofort saniert werden – fest gebundene Materialien, die unberührt bleiben, können oft bleiben. Wir sagen Ihnen nach dem Laborbefund ehrlich, was nötig ist und was nicht.

Fachliche Grundlagen

Zum Nachlesen: Die folgenden offiziellen Informationen erläutern die fachlichen Grundlagen. Welche Untersuchung und Schutzmaßnahmen Ihr Gebäude benötigt, klären wir im konkreten Fall.

Schadstoffe im Gebäude? Wir klären es – kostenlos und unverbindlich.