Wann Sie an Asbest denken sollten
Kurz gesagt: Wurde ein Gebäude vor dem 31. Oktober 1993 gebaut oder saniert, kann Asbest verbaut sein. Sicher klärt das nur eine Materialprobe im Labor.
Asbest wurde jahrzehntelang eingesetzt, weil er fest, hitzebeständig und günstig war. Deshalb steckt er in vielen Berliner Altbauten, Plattenbauten und Gewerbeimmobilien – oft an Stellen, die man nicht vermutet. Typisch sind:
- Kleber unter alten Bodenbelägen – oft schwarz. Das ist der Fall, den wir in Berlin am häufigsten sanieren.
- Bodenbeläge wie Vinyl- und Floor-Flex-Platten
- Fliesenkleber und Spachtelmassen
- Dach- und Fassadenplatten
- Rohrisolierungen
Solange ein Material unbeschädigt ist, bleibt es meist unauffällig. Kritisch wird es beim Renovieren: Wer einen alten Boden herausreißt, den Kleber abschleift oder eine Wand anbohrt, kann Fasern freisetzen. Diese Fasern sind unsichtbar, schweben lange in der Raumluft und können eingeatmet werden. Erkrankungen durch Asbest zeigen sich oft erst Jahrzehnte später.
Deshalb unser wichtigster Rat: Verdächtiges Material bitte nicht selbst anbohren, schleifen, brechen oder „nur mal eben“ entfernen. Rufen Sie lieber vorher an – eine Probe ist schnell genommen.
So läuft eine Asbestsanierung bei MANOVA ab
- Anfrage und Erstberatung. Sie schildern uns telefonisch oder per Formular, worum es geht. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.
- Besichtigung und Probenahme. Wir sehen uns die Stelle vor Ort an und nehmen die Materialprobe selbst – unter Schutzmaßnahmen. Das dauert in der Regel ein bis höchstens zwei Stunden.
- Laborergebnis. Die Probe geht an ein akkreditiertes Labor. Das Ergebnis liegt meist nach etwa fünf Werktagen vor, je nach Labor und Auslastung. Sie erhalten es mit unserer Einschätzung und Empfehlung.
- Festpreisangebot. Ist Asbest nachgewiesen, bekommen Sie ein Festpreisangebot – inklusive Entsorgung und Nachweisen, ohne versteckte Nachträge.
- Anzeige und Vorbereitung. Asbestarbeiten werden vor Beginn bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde angezeigt, in Berlin beim LAGetSi. Danach richten wir den Arbeitsbereich ein: Abschottung, Schwarz-Weiß-Schleuse und Unterdruckhaltung.
- Sanierung. Das Material wird unter Faserbindung und möglichst staubarm ausgebaut, sofort staubdicht verpackt und gekennzeichnet.
- Freimessung und Übergabe. Wo erforderlich, wird die Raumluft im Arbeitsbereich gemessen. Sie erhalten die Dokumentation mit Laborbefund, Messprotokoll und Entsorgungsnachweis.
Schutzmaßnahmen nach TRGS 519
Die TRGS 519 ist die Technische Regel für Gefahrstoffe, die Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an Asbest regelt. Sie schreibt vor, wie Beschäftigte, Bewohner und Nachbarn geschützt werden, welche Sachkunde nötig ist und was dokumentiert werden muss. Unser Geschäftsführer Marko Antolovic hat die Sachkunde nach TRGS 519; wir arbeiten durchgehend nach dieser Regel.
Was das auf der Baustelle bedeutet:
- Abschottung: Der Arbeitsbereich wird vom Rest der Wohnung oder des Gebäudes getrennt.
- Schwarz-Weiß-Schleuse: Wer den Bereich betritt oder verlässt, geht durch eine Schleuse. So wird kein Staub nach draußen getragen.
- Unterdruckhaltung: Ein Gerät saugt Luft aus dem Arbeitsbereich und filtert sie. Luft strömt nur hinein, nicht heraus.
- Faserbindung: Das Material wird vor dem Ausbau gebunden, damit möglichst keine Fasern frei werden.
- Schutzausrüstung: Schutzanzug und Atemschutz für alle, die im Bereich arbeiten.
Wie lange dauert eine Asbestsanierung?
Die Probenahme vor Ort dauert ein bis höchstens zwei Stunden, das Laborergebnis kommt meist nach etwa fünf Werktagen. Die Sanierung selbst hängt von Material, Fläche und Zugänglichkeit ab: Kleinere Maßnahmen – etwa ein Boden in einer Wohnung – sind oft in wenigen Tagen erledigt, größere Flächen dauern entsprechend länger. Die verbindliche Dauer steht im Angebot, inklusive Aufbau und Freimessung.
Kann ich während der Arbeiten in der Wohnung bleiben?
Das kommt auf den Einzelfall an und lässt sich aus der Ferne nicht zuverlässig beurteilen. Entscheidend sind Material, Größe des Arbeitsbereichs, Schutzkonzept und das Risiko, dass sich Fasern ausbreiten. Wir klären bei der Besichtigung, welche Räume nutzbar bleiben und ob eine zeitweise Räumung nötig ist – und sagen Ihnen das vor Beginn der Arbeiten.
Was kostet eine Asbestsanierung?
Einen seriösen Pauschalpreis gibt es nicht, weil jede Baustelle anders ist. Die Kosten hängen vor allem ab von:
- Art des Materials (z. B. Kleber, Platten, Spachtelmasse)
- Fläche und Menge
- Zugänglichkeit und nötigem Schutzaufwand
- Entsorgungsmenge
- ob eine Freimessung erforderlich ist
Nach der Besichtigung erhalten Sie ein Festpreisangebot, in dem Entsorgung und Nachweise enthalten sind. Die Erstberatung ist kostenlos.
Für wen wir arbeiten
Wir sanieren für Hausverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbekunden, öffentliche Auftraggeber und Privatpersonen. Unser Kerngebiet ist Berlin und Brandenburg; unser Firmensitz liegt in Berlin-Reinickendorf. Bei größeren Projekten arbeiten wir auf Anfrage auch darüber hinaus.
Nach der Sanierung können wir die Folgearbeiten gleich mit übernehmen – zum Beispiel neuen Bodenbelag, Trockenbau oder Fliesen. So haben Sie einen Ansprechpartner bis zum fertigen Raum.
Häufige Fragen zur Asbestsanierung
Woran erkenne ich, ob in meinem Boden Asbest ist?
Mit Sicherheit nur durch eine Materialprobe im Labor. Ein Verdacht besteht bei Gebäuden, die vor dem 31. Oktober 1993 gebaut oder saniert wurden, besonders bei alten Bodenbelägen und dunklem Kleber darunter. Wir nehmen die Probe selbst; das dauert vor Ort ein bis zwei Stunden.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Bitte nicht auf eigene Faust. Welche Arbeiten zulässig sind und welche Qualifikation nötig ist, hängt von Tätigkeit und Material ab und ist in Vorschriften wie der TRGS 519 geregelt. Lassen Sie den Fall vorher fachlich prüfen – wir beraten Sie dazu kostenlos.
Wie schnell bekomme ich das Laborergebnis?
Meist nach etwa fünf Werktagen, je nach Labor und Auslastung. Wenn es dringend ist, sagen Sie es bei der Anfrage – kurzfristige Analysen sind je nach Labor möglich.
Ist die Entsorgung im Preis enthalten?
Ja. Unsere Angebote enthalten die Entsorgung über zugelassene Wege und die Entsorgungsnachweise. Sie bekommen einen Festpreis ohne versteckte Nachträge.
Brauche ich nach der Sanierung eine Freimessung?
Das hängt von Schadstoff, Maßnahme und Regelwerk ab. Eine Freimessung untersucht die Raumluft im Arbeitsbereich unter festgelegten Bedingungen. Sie gilt für diesen Bereich und ist keine pauschale Garantie für das ganze Gebäude. Wir klären vorab, welcher Nachweis bei Ihnen nötig ist.
Arbeiten Sie auch in Brandenburg?
Ja. Unser Kerngebiet ist Berlin und Brandenburg. Bei größeren Projekten arbeiten wir auf Anfrage auch darüber hinaus.
